Ist die Moro-Suppe endlich fertig?

Ist die Moro-Suppe endlich fertig?

Manche kleineren Veränderungen merkt man auf Anhieb nicht. So hat Duna tatsächlich aufgehört an der Leine zu ziehen. Sie hat auch eingesehen, dass das Müllfressen von der Straße nichts bringt. Meistens jedenfalls. Wenn sie doch einmal etwas entdeckt, lässt sie es sofort wieder fallen und schaut mich untertänigst an.

Es gibt jetzt regelmäßig Moro-Suppe, in der Hoffnung, dass sich dadurch die Darmflora besser regeneriert. Wenn sie nicht schon die meisten Karotten bei der Zubereitung roh aufgefressen hat.

Nach einem Ausflug in einen Acker, wodurch sie ihre Pfoten völlig versaut hat, ging es heute zum ersten Mal in die Dusche. Wenn auch nur zum Pfotenwaschen. Eigentlich hatte sie Angst vor der Dusche, ließ sich dann aber bereitwillig die Pfoten abwaschen. Sie hat sogar mitgeholfen, indem sie die gerade in Bearbeitung befindliche Pfote schön hoch gehalten hat. Guter Hund. Sie war wohl ganz froh, dann wieder saubere Pfoten zu haben und ich wurde ausgiebig abgeschlabbert.

Ansonsten business as usual. Keine Auffälligkeiten.

Raus? Bei der Kälte? Ich liege hier doch gerade so schön.

Raus? Bei der Kälte? Ich liege hier doch gerade so schön.

Der kalte und dunkle November hat sich endgültig ausgebreitet. Unsere Runden werden überschaubarer, aber nicht weniger. Heute wurde der große Weihnachtsbaum in der Dorfmitte aufgestellt, so nähert sich langsam das Ende von 2021. Bald ist unser erstes Jahr hier in Wewelsburg herum, mit den ersten Erinnerungen, aber schon einem ersten Anflug von Heimatgefühl. Wir kennen bald alle Straßennamen, haben unsere Stammwege, durch das Almetal und den Alten Postweg hinauf, oder am Flughafen vorbei. Da ist am dritten Advent mal wieder Weihnachtsmarkt, mal vorbei schauen.

Im Rückblick auf das bald vergangene Jahr hat sich doch viel verändert. Duna ist hier angekommen, weiß, dass wir beim Elli-Markt immer erst einen Wagen holen müssen. Sie läuft bei unseren morgendlichen und abendlichen Runden immer am liebsten die gleiche Strecke, schaut bei Brunos Hof nach den Katzen. Abends hat sie es auf der Langen Straße meistens eilig, weil vielleicht Ben noch im Vorgarten ist. Was sich auch deutlich verändert hat, ist ihre Fitness. Springen war zuerst so gar nicht ihr Fall. Heute springt sie aus dem Stand auf eine brusthohe Mauer, um nach Bools zu sehen, dem Pony auf einem Hof.

Am nächsten Mittwoch geht es zum ersten Mal wieder in eine HuTa, dieses Mal in Delbrück. Mal sehen, wie es dieses Mal läuft, es wäre schon gut, wenn ich sie gelegentlich wieder für einen Tag unterbringen könnte. Vormittags habe ich einen Termin beim Ehrenamt Paderborn, in der Computer-Bibliothek, wo sie nicht mit hinein darf. Der ehrenamtliche Job selbst passt dann schon. Ich soll die Ehrenamtlichen betreuen und mich um die Pressearbeit wie auch um den Webauftritt kümmern. Dazu habe ich ein eigenes Büro in der Paderborner Mühlenstraße. Mit Platz und Eintritt für Duna. Dann mal weiter sehen, wie wir unsere Tage bei der ungemütlichen Jahreszeit füllen.

Alles im Lot, Chef?

Alles im Lot, Chef?

Zum ersten Mal seit langer Zeit ist der 1. November für uns wieder Feiertag. War er in Niedersachsen eben nicht. Aber nix mit Ausschlafen. Die Umstellung auf Winterzeit ist nur partiell bei Duna angekommen, morgens hieß es gestern und heute aufstehen um halb sieben. Während sie gestern das Abendessen beinahe verpasst hatte, stand sie heute wieder pünktlich um halb sechs am Schreibtisch. So gibt es Hoffnung, dass sie demnächst auch wieder bis um sieben schläft.

Ich bewundere Leute, die es schaffen, ihren Hunden Sachen wie Rückruf oder sicheres Sitzenbleiben beizubringen. Zwar klappt der Rückruf im Wald mal gelegentlich. Oft aber auch nicht. Meistens läuft es dann darauf hinaus, dass Duna irgendwann im Flur oder mitten auf der Straße wie angedübelt stehen bleibt, mich ansieht und erst weiter kommt, wenn ich einen Rückruf mache. Wegen des Leckelis. Vielleicht habe ich im Thema Hundeerziehung auch irgendetwas falsch gemacht. Oder falsch verstanden.

Feiertagsvorbereitungen: Rührei fürs Frühstück, Moro-Suppe für den Mittag

Feiertagsvorbereitungen: Rührei fürs Frühstück, Moro-Suppe für den Mittag

Erstaunliche Erkenntnisse ihrerseits gestern nach einer längeren Tour mit meiner Tochter durch das Furlbachtal. Duna hatte unterwegs schwer an ihrer rechten Vorderpfote zu knabbern, auch zuhause noch. Sie hatte wohl beim Herumschnüffeln an einem Baum in Harz getreten, so dass sich zwischen den Ballen ein dicker Knoten aus Erde und Kletten gebildet hatte. Den sie aber nicht heraus bekam. Als wir zurück waren, wollte ich mir die Pfote genauer ansehen, ob sie sich die eventuell verletzt hatte. Nach einigen Diskussionen legte Duna sich dann auf die Seite und ließ mich geduldig den Störenfried aus den Tatzenhaaren heraus schneiden. Sie begriff also, dass ich ihr helfen wollte und ließ mich seelenruhig an der Pfote herum schnippeln. Ich kann es nur wiederholen: das ist nicht mehr der Hund von September 2020, nach ihrer Ankunft hier in Deutschland.

 

Wird das heute noch mal was?

Wird das heute noch mal was?

Nach dem grausamen Wetter der letzten Tage lässt sich doch noch einmal der goldene Oktober blicken. Better late than never. Zwar nicht wirklich warm, aber fürs Wandern eigentlich genau richtig. Die Wälder sind in tausend Farben getaucht, die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel. Ein paar Impressionen der heutigen Tour, einschließlich einem Video von Duna mit der Flexileine. Leider gibt die alte Lumix nicht mehr her. Auch morgen soll sich das Wetter noch so halten. Also die Hausarbeit des Freitags aufs Wochenende vertagen, da soll es nämlich wieder schlechter werden.

 

Sturmtief Ignatz wirbelt die Blätter durch das Dorf, Dunas Ohren flattern heftig im Wind, die Walnüsse fallen in Massen aus den Bäumen. Damit ist der Herbst endgültig angekommen. Unsere Runden in den letzten Tagen waren eher kürzer, bei den heftigen Böen keine besondere Freude, am besten ging es noch im Wald, wo man jedoch im Moment alles andere als sicher ist.

Die Zeit der Ausflüge in Sonnenschein und im T-Shirt sind vorbei. Obwohl es noch schlimmer wäre, wenn wir in Kassel wohnen würden. Auf den Höhenlagen zwischen Wewelsburg und Wünnenberg bläst es trotzdem ziemlich heftig. Aber gerade auf der Tour rund um Wewelsburg hat der Regen uns mittendrin wieder erwischt. Allerdings sind das immer nur so mehr Nieselschauer, die Alme liegt immer noch trocken.

Vielleicht sollte ich Duna so ein Mäntelchen kaufen, gegen den Wind und den Regen. Also erst einmal etwas einnisten. Unser Auto ist in der Werkstatt, wegen TÜV und Inspektion. Also keine großen Reisen zur Zeit. Bei einem Dieselpreis bei 1,58 €/l auch besser so.

Es wird Herbst in Wewelsburg.