Hier kommen Pader und Lippe zusammen

Hier kommen Pader und Lippe zusammen

Duna hat heute einen Hattrick geschafft. Sie war im Lippesee, in der Lippe und in der Pader. In der Lippe sogar komplett, bis ihr das Wasser über den Rücken schwappte. Zum Glück ist es an dieser Stelle von der Pader zur Lippe nicht weit, ungefähr einen Meter. Leider hatte ich kein Handy dabei, müssen wir mal nachholen.

Ich habe gelesen, dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken helfen soll, schon ein paar Tropfen auf das Halsband sollen Zecken deutlich reduzieren. Zum Glück hat unsere Almetaler Ölmühle das auch im Angebot. Also holen wir mal ein Fläschchen in unserem Nachbarort Brenken.

Hirschlausfliege

Hirschlausfliege

Nein, es waren nicht die Erdbeeren. Unsere „Künstlerin“ hier im Dorf hat Kübel mit Erdbeeren vor der Tür stehen, die reifen Beeren hat Duna abgefressen, als ich damit beschäftigt war, mir im steifen Wind eine Zigarette anzuzünden. Und sie hat sie problemlos vertragen. Mir fiel aber ein, dass Duna auf der Runde im Vorbeigehen aus einer Pfütze am Rande eines Weizenfeldes getrunken hat. Ich möchte nicht wissen, wie viel Gift darin war. Denn es hat sich wieder alles normalisiert.

Ein anderes Mitbringsel aus dem Geseker Wald habe ich erst später gefunden. Hirschlausfliegen. Ich habe bestimmt ein Dutzend davon aus Dunas Fell gekämmt, widerliche Biester, die sich ganz tief im Fell verstecken, im Gegensatz zu Zecken. Man kann die Biester kaum zerdrücken oder so, sehr widerstandsfähig. Also die Ecke werden wir bis zum Herbst meiden. Dafür halt Zecken ohne Ende, aber die sieht man wenigstens, weil sie erst lange auf dem Kopf herum laufen, bevor sie sich festsetzen.

Schlaf mit Schaf

Schlaf mit Schaf

Kein Trockenfutter mehr, kein Durchfall mehr. Stattdessen gibt es jetzt ein kalorienarmes Mittagessen Huhn mit Reis, etwas Traubenkernöl und Petersilie. Manchmal etwas Gemüse dazu, oder statt Huhn Fisch, je nach Einkaufstour. Fisch wäre schon für ihr Fell besser.

Duna darf noch einmal vier Wochen Leishguard nehmen, die Werte sind aber insgesamt besser geworden. Machte mal wieder 150 Euro für Labor und Medikament. Da passte es, dass am Tag zuvor die Hundesteuer von 66 Euro fällig wurde. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nachtrag 16. Juli 2021: Heute Nacht um 3:10 Uhr hat mich Duna wieder geweckt, weil sie dringend nach draußen musste. Sie hatte wieder Durchfall, nicht wässerig, aber sehr breiig. Die Erdbeeren heute Nachmittag? Eigentlich vertragen Hunde Erdbeeren gut, außer in großen Mengen. Dann können sie Durchfall auslösen. Dieser Hund ist mir ein Rätsel.

Dunas letztes Bad in der Alme

Dunas letztes Bad in der Alme

Duna hat in den letzten beiden Tagen wieder Durchfall gehabt, heute Mittag sogar sehr dünnflüssig. Es gibt jetzt kein Trockenfutter mehr, Schluss, aus. Die Hersteller verstecken Hydrolysat sogar hinter der Bezeichnung „getrocknetes Geflügel“, wie ich vorhin in einer Hunde-Seite gefunden habe. Die Pfuschereien sind bei Tierfutter wohl noch schlimmer als beim Menschenfutter. Also gehen wir gleich zum Elli-Markt, holen frisches Geflügel und ich mache einmal in der Woche einen Topf Hühnchen mit Reis für ihr Mittagessen. Das wird dann in Portionen eingefroren und wir sehen dann, ob der Durchfall aufhört.

Ansonsten waren wir wieder viel unterwegs, auch wenn eine üble Zerrung im linken Fuß die Sache für mich nicht ganz easy gemacht hat. Heute neuer Titer zu Dunas Leishmaniose bestimmen lassen, sie war bei Tierarzt wieder bewundernswert mutig. Neuer Gag: Duna möchte morgens jetzt auf meiner Bettdecke liegen, nicht nur einfach in meinem Bett. Ich bin mal gespannt, was ihr noch so an Schoten einfällt.

Duna mal wieder in Action.

Danke an Simone Neufeld für die Bilder.

Neuer, nächster Versuch

Nach einigen Tagen Schonkost bekam Duna ja am Donnerstag letzter Woche normales Futter. Und hatte mittags prompt wieder Durchfall. Das einzige, was jetzt noch als verdächtiger Inhaltsstoff bleibt, ist das Proteinhydrolysat. An zwei Tagen hat sie jetzt am Mittag Belfor bekommen, enthält laut Deklaration kein Hydrolysat und an beiden letzten Nachmittagen war der Kot recht normal. Mal noch ein paar Tage beobachten. Auf jeden Fall gehen die anderen Trockenfutter wieder in die Spendenkiste fürs Tierheim.

Die selbst gemachten Leckerlis aus Thunfisch waren essbar, meinte Duna, aber nicht gerade der Brüller. Schmeckt ganz gut, brauchste aber nicht noch mal zu machen. Mal die Version mit dem Babybrei probieren.

Backmatte für Hundileckerlis

Backmatte für Hundileckerlis

Gestern Nachmittag, bei 34 °C im Schatten, nur ein kleiner Ausflug ins Almetal, mit viel Schatten auf dem Weg Richtung Waldsiedlung. Abschließend für Duna ein erfrischendes Bad in der Alme, zusammen mit einige Kindern. Schon am Anfang der Tour das erste Häufchen, normal. Wenig später das zweite, halb fest, halb breiig. Dann das dritte, nur noch breiig. Mist! Infektion kann es nicht mehr sein, aber sie hat oft am Nachmittag etwas breiigen Kot. Was war anders an diesem Tag als an den vorherigen? Duna hatte in den letzten Tagen nur ihr Grancarno, Hühnchen mit Reis und Fruitees bekommen. An diesem Tag hatte sie zum ersten Mal wieder am Mittag etwas Trockenfutter. Es ist das Proteinhydrolysat darin. Darauf hätte ich früher kommen können, es ist die gleiche Sache wie bei mir mit dem hydrolysierten Weizeneiweiß in Backwaren oder Sojaaufschnitt, gerne als Weizeneiweiß oder Weizengluten versteckt. Es räumt mir zuverlässig nach 30 bis 45 Minuten den Darm leer. Duna geht es genau so.

Also wieder eine Ladung für die Mülltonne. In den Fruitees Fasan&Feige ist kein Hydrolysat, in den anderen Sorten schon. Nun werden Leckerlis selbst gemacht, wenn ich schon mein Brot backe, kann ich auch für Duna Thunfischleckerlis machen. Tatsächlich habe ich aber ein Trockenfutter ohne Hydrolysat gefunden, nur wenig teurer als das bisherige. Mal bestellt und ausprobieren. Die Backmatten für Hundeleckerlis gibt es es in allen Formen und Farben. Für alle Hundegrößen.

Lecker Gras hier

Lecker Gras hier

Dunas Bäuchlein ist wieder in Ordnung, dank einer gehörigen Ladung Antibiotikum. Gestern merkte ich, dass sie in den letzten Tagen doch nicht fit war, sie machte auf den Wegen durch Wald und Feld öfter Pause. Heute Morgen in Seringhausen war wieder die volle Power da.

Diese hundefreien Tage haben schon Vorteile. Der EDEKA in Wewer hat tatsächlich die gesalzene Butter von Kerry, wenn ich neue brauche, darf ich mich gerne melden. Endlich habe ich mal die vielen Kartons zerlegt und fertig für den Abtransport gemacht. Die letzten Beiträge für die Agentur sind in Arbeit, weitere Zusammenarbeit habe ich aufgekündigt. Für 15 Euro pro Stunde mache ich nicht deren Kernarbeit. Ansonsten Hundstage, morgen bis 32 °C, am Freitag bis 35 °C. Da werden keine großen Touren drin sein.

Immer wieder mittwochs

Es ist immer noch ungewohnt am Mittwoch, wenn ich Duna in der HuTa in Seringhausen abgeliefert habe, in die leere Wohnung zu kommen. Keine Diskussionen im Treppenhaus, dass sie endlich reinkommen soll, kein Getapse auf dem Parkett und kein Geschlabber aus der Küche. Einfach nur Stille. Duna hat es geschafft, sich vollkommen in mein Leben einzuschleichen, zu einem unverzichtbaren Teil davon zu werden. Es ist nicht immer einfach, die Zeiten zu den Runden sind geblockt, mal eben hier und da irgendwo hinzufahren ist passé. Sie bestimmt schon einen großen Teil meines Lebens, fordert Tribut. Gelegentlich nervt mich das, weil ich nicht mehr so ungebunden bin wie früher. Viele Nebenjobs, die ich wegen ihr nicht machen kann. Wenn sie aber mal wieder wie angewurzelt vor der Bäckerei stehen bleibt und ein Fruitee einfordert, weil sie das nach dem Warten auf mich immer bekommt, die Leute vor dem Geschäft lachen und sich über unsere Kommunikation wundern, ist das vergessen. Oder wenn ich die Heckklappe des Autos aufmache und sie wie eine Prinzessin in ihrem Körbchen residiert. Heute Morgen ist sie wieder wie gewohnt vom Fußende des Bettes bis zum Kopfende gerobbt, um noch etwas zu kuscheln. Die zwei Seiten des Lebens mit einem Hund eben. Unfreiheit hier, Zuwendung dort.

Warm heute

Warm heute

Nachdem ich am Wochenende wegen ihres Durchfalls nachts bis zu drei Mal aus dem Bett musste, war heute Morgen Besuch beim Tierarzt angesagt. Duna wirkt auch in den letzten Tagen schlapp und müde, obwohl sie normal gefressen und getrunken hat, Fieber hat sie auch nicht. Unspezifische Infektion, wahrscheinlich durch ihre Müllfresserei aufgesammelt. Untersuchung, Novalgin, etwas gegen die Übelkeit und zur Sicherheit ein Antibiotikum. Macht dann mal eben wieder 79 Euro. Der Vormittag war dann dazu futsch. Mal die nächsten Tage abwarten, morgen ist ein Schontag mit nur kurzen Gängen angesagt, damit sie bis Mittwoch wieder fit ist. So darf ich im Moment im Elli-Markt wieder Hühnchen kaufen und Schonkost machen. Nur den normalen Reis mag sie nicht so gerne, also das nächste Mal wieder Basmati oder Thai-Reis. Der Hund wird langsam wählerisch.

Immerhin meldet sie sich, indem sie auf mein Bett springt und  gleich wieder herunter.

Frühstück, weiter schlafen

Frühstück, weiter schlafen

An den letzten drei Morgen hat mich Duna zwischen sechs und halb sieben aus dem Bett geholt. Sie hatte drei Tage lang wieder Durchfall, nicht sehr schlimm, aber fast flüssig. Da wir beim Futter keine Experimente mehr machen, kann es daran nicht liegen. Ich vermute, sie sammelt sich die Infektionen auf der Straße auf, sie kann es immer noch nicht lassen, mal hier oder dort etwas zu fressen. Zwar ist es weniger geworden, doch noch nicht bei Null. Seit gestern Abend ist wieder alles normal und wir sind heute erst um Viertel nach acht aufgestanden. Nachdem sie wieder die letzte halbe Stunde an mich gekuschelt im Bett lag. Zum Glück haben wir mittlerweile die Praxispackung Dia Tabs im Regal.

So ist unser Urlaub etwas in die Ferne gerückt, eventuell, falls Deutschland im August in der britischen Risikoliste in den grünen Abschnitt rutscht, fahren wir im September ein oder zwei Wochen in die South Downs oder Cotswold Hills. Ansonsten mal weiter sehen und in Deutschland bleiben, eventuell kommen noch die Niederlande in Betracht. Oder der Urlaub fällt in diesem Jahr aus. Schließlich wohnen wir dort, wo andere Leute Urlaub machen. Wenigstens hat sich das Wetter etwas gebessert und wir haben die ersten längeren Touren gemacht. Etwas wärmer darf es noch werden.

In der Theorie ja, aber …

Neues Auto-Körbchen, sehr gemütlich

Neues Auto-Körbchen, sehr gemütlich

Was ich mittlerweile so in Büchern gelesen und in Videos gesehen habe, ist graue Theorie. Gerade in YouTube und Facebook werben Hundetrainer und auch Trainerinnen mit den todsicheren Erziehungstricks. Sei es Rückruf, Leinenführung oder Gepöbel gegenüber anderen Hunden. Bei Duna funktioniert das alles nicht. Allein unserer Trainerin Susanne Schnapp muss ich zugestehen, dass der Rückruf mit Pfeife in 99% der Fälle funktioniert hat, wie wir es geübt haben. Auf der anderen Seite macht Duna Sachen bereitwillig, an der nach persönlichem Eindruck andere Hundemenschen scheitern. Als wir gestern in der Paderborner Fußgängerzone unterwegs waren, ist Duna bis auf ganz leichte Signale über die Leine perfekt bei Fuß gegangen. Sie liegt auch nicht mehr hinter der Wohnungstür, wenn ich mal im Keller bin oder zum Briefkasten, wie früher. Sie macht nichts kaputt, ist, wie ich in den letzten Tagen sehen durfte, perfekt sauber, meldet sich, wenn sie raus muss. Vor dem Supermarkt oder Bioladen liegt sie friedlich und wartet, sie kläfft niemanden an. Kleine Hunde werden inzwischen auf der Straße ignoriert, nur wenn die Gegenseite pöbelt, reagiert Duna auch.

Ich tendiere dazu, ihre Macken und Unarten zu ernst zu nehmen, zu negativ zu sehen. Allein ihre Freundlichkeit zu Kindern ist Gold wert, inzwischen kennen einige Kinder hier im Dorf Duna und finden es toll, wenn sie abgeschlabbert werden. Selbst ein ganz kleines Mädchen, das erst Angst vor ihr hatte, freut sich jetzt, wenn wir uns begegnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Duna nach jemandem schnappen würde oder sogar beißen. Eher das Gegenteil, sie muss alle Leute freudig begrüßen. Wenn ich mitbekomme, dass Hunde in vorbeifahrenden Autos geifernd und aggressiv nach uns kläffen, bin ich auf Duna ziemlich stolz. Es hat sich viel getan in der Zeit seit Oktober 2020, und der Weg hat ja erst angefangen.

Heute Morgen Termin beim Tierarzt. Impfen und Leishmaniose-Status: 157 Euro. Neues Medikament gegen die Leishmaniose: 53 Euro. Nächste Woche kommt der Osteopath noch einmal: 60 Euro. So viel zu dem, was so ein Haustier kostet. Ist aber meistens so bei Hunden aus dem Tierschutz, gerade aus südlichen Ländern.

Wenigstens hat sich das Wetter heute wieder etwas freundlicher gezeigt, nachdem in den letzten Wochen das Thermometer kaum über 12 Grad kletterte. Nach der Tour mit Julia am Sonntag nach regenreichen Tagen waren wir ziemlich eingesaut. Aber morgen soll mit dem freundlichen Wetter schon wieder Ende sein. Doch der richtige Frühling zeigt sich schon, es ist wieder grün und die vielen Wildblumen duften vor sich hin.

Das Almetal nun in Grün

Das Almetal nun in Grün

Einer von Duna Lieblingsplätzen

Einer von Duna Lieblingsplätzen

Eindeutig Frühling

Eindeutig Frühling

Auch hier unten wieder alles grün

Auch hier unten wieder alles grün

Duna liebt neuerdings Mauern

Duna liebt neuerdings Mauern

Die Mauern des Burghügels sind echte Biotope

Die Mauern des Burghügels sind echte Biotope

Schleichende Veränderungen

Duna zieht nicht mehr so viel, läuft nicht mehr so oft zurück, schaut mich immer öfter unterwegs an. Meistens, um ein Fruitee zu bekommen. Oder um die Straßenseite zu wechseln. Inzwischen lasse ich die Leine ab und zu einfach los und sie stöbert allein irgendwo herum, wie heute am alten Wehr, das obere mittlere Bild. Natürlich nur, wenn keine anderen Hunde in der Nähe sind, oder kleine Kinder, oder kleine Hunde. Das Verhältnis zwischen uns wird vertrauter, bekommt mehr Boden unter den Pfoten. Und es verändert sich in jeder Woche.

Die Idee mit einem Tag HuTa in der Woche war eine gute, wenn auch kein billiges Vergnügen. Duna ist aber an den beiden Tagen nach der HuTa deutlich entspannter und ruhiger. Es tut ihr gut, wenigstens an einem Tag pro Woche in Kontakt mit einer Meute zu sein, zu toben und zu spielen. Allerdings mischt sie den Laden ziemlich auf, nicht durch Aggressivität, sondern weil sie am liebsten den ganzen Tag Action haben möchte. Läuft ohne Anzeichen von Ermüdung, wenn den anderen Hunden schon lange die Puste ausgeht. Duna ist ein Energiebündel, ich hoffe, sie wird in den nächsten Jahren etwas ruhiger. Auch typisch Duna: Sie legt sich selbst mit den größten Hunden an, wird sie aber mal angegangen, ist das Wehklagen groß, meinte Simone Neufeld. Aber Duna sei immer stimmig und im Umgang freundlich.

Ein Hundefrisör tut Not. Duna zieht nach dem kalten Winter ziemlich strubbelig aus. Da muss man etwas fachmännisch gestutzt werden.