Mittagsrunde durch das winterliche Wewelsburg.

 

Wie für den Mittag angekündigt, ist gestern Abend der Winter nach Wewelsburg gekommen. In seiner heftigen Art, nicht wegen des Schnees, sondern wegen des starken Windes und der tiefen Temperaturen. Nebenstraßen sind durch bis zu zwei Meter hohe Schneeverwehungen unpassierbar, der Bus- und Bahnverkehr zum Teil eingestellt. Sogar Räumfahrzeuge sind stecken geblieben. Blitzeis ist uns zum Glück erspart geblieben. Heute -6 °C, morgen -10 °C, in der Nacht -15. Mal sehen, was mit unserem neuen Termin in Nienhagen am Dienstag wird.

Duna fand den Schnee faszinierend, stellte jedoch dann fest, dass der auch ziemlich kalt ist. Am liebsten hätte sie darin herum gewühlt. Wenn nur der Wind nicht wäre. Unsere regelmäßigen Gänge machen wir trotzdem, wenn auch nicht sehr lang. Da wir am Freitag noch im Futterhaus waren und eingekauft haben, sind wir erst einmal autark. Mit Autofahren ist wegen der Sommerreifen eh nix. Also graben wir uns erst mal ein, machen unsere Übungen zu Kommandos im Haus und geben Ruhe. Auszeit.

Wintereinbruch

Wintereinbruch

Die Eisschnauze

Die Eisschnauze

Der Kräutergarten mal anders

Der Kräutergarten mal anders

Merkwürdiges Zeugs

Merkwürdiges Zeugs

Duna war am Freitag zu der entfallenen Wohnungsübergabe in Nienhagen noch einmal in Laatzen in der HuTa. Leider hat es ab Mittag ziemlich stark geregnet, so dass mit Toben in der Außenanlage nicht viel war. Für Dienstag ist sie noch einmal angemeldet, aber da müssen wir noch die Straßenbedingungen abwarten. Die Kälte soll sich noch bis zum nächsten Wochenende halten, also auch der Schnee.

Bisher unerwähnt war, dass Duna kurz nach dem Umzug, als die Wohnung halbwegs vollständig war, wieder zur Unsauberkeit tendierte. Zum Glück traf es immer nur den billigen Plastikteppich im Arbeitszimmer, der sich aufgrund des Materials gut reinigen und desinfizieren lässt. Gleichzeitig nahm Duna wieder ihre Hyperschnüffelei auf, was sie in Nienhagen weitgehend abgelegt hatte. Alle fünf Meter drei Stunden an der gleichen Stelle festschnuppern. Auch ein Symptom für Stress und Unsicherheit. Inzwischen läuft sie die gewohnten vier bis fünf Standardrouten wieder entspannter, auch der Teppich hat schon einige Tage keine Berieselung mehr ertragen müssen. Ein eher breiiger bis flüssiger Output ist nur einmal vorgekommen, da hatte sie jedoch wieder eine Phase heftigen Durchfalls.

Ich denke, sie wird noch einige Zeit brauchen, sich neu einzugewöhnen. Dabei treten nun ganz neue Sachen zu Tage, wie heute. Ich war nur kurz unten, um vor der Tür eine Zigarette zu rauchen, als ich Duna bellen und Jaulen hörte. Bisher hat sie es ohne Meckern hingenommen, wenn ich mal im Keller war, oder den Flur geputzt habe. Sie blieb sogar entspannt in ihrem Bettchen liegen und stand nicht einmal auf, wenn ich zurück kam. Mal abwarten, was sie sich noch so ausdenkt.

Dafür heute, zwischen Futterhaus und Hagebau, eine Runde um den Padersee, der sich ziemlich verändert hat. Wie vieles in den vier Jahren meiner Abwesenheit. Obwohl Duna neue Ecken schon mit Interesse abläuft und sich neue Tiere wie Schwäne und Wasserhühner sehr interessiert ansieht. Aber solche Anlaufschwierigkeiten, wenn nicht in viel größerem Maße, hatten wir im September des letzten Jahres ja auch.

Padersee mal anders als 2016

Padersee mal anders als 2016

Der erste Besuch des Padersees

Der erste Besuch des Padersees

Ist aber viel kleiner als der Lippesee

Ist aber viel kleiner als der Lippesee

Was sind das für seltsame weiße Riesenvögel?

Was sind das für seltsame weiße Riesenvögel?

Nach Dom, Paderquellgebiet und Wewelsburg heute am Lippesee. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken. wenn es erst wieder wärmer ist.

Gleiches Kennzeichen wie bis 2013

Gleiches Kennzeichen wie bis 2013

Der Januar stand natürlich zuerst einmal im Zeichen unseres Umzuges zurück in die ostwestfälische Heimat. Die Idee, dass Duna vor dem heißen Tag in die Hundepension MayDog in Wünnenberg geht, um aus dem Trouble heraus zu sein, war eine gute Idee. Nicht nur war es für sie viel entspannter, auch für mich war es einfacher, weil ich mich auf den Umzug konzentrieren konnte. Am Tag des Umzuges kam sie in eine halbwegs eingerichtete Wohnung zurück, mit ihrem Bettchen und ihren Körbchen. In der HuTa scheint es ihr ausgesprochen gut gefallen zu haben, dafür war sie schon in der Woche vor dem Umzug dort. Sie kam also nicht eine völlig unbekannte Umgebung zum Übernachten. Diesen Tag zum Kennenlernen habe ich für unsere Ummeldung genutzt, das war der 8. Januar 2021. So waren wir schon ab dem 8. Januar wieder Ostwestfalen. Genauer Bürger des Paderborner Landes und der Stadt Büren.

Alter Hof 6, Wewelsburg

Alter Hof 6, 33142 Büren OS Wewelsburg

Wewelsburg hat sich schon nach den ersten Tagen als prima Ort für unsere Hunderunden gezeigt. Nach einer ersten Orientierung haben wir nun wieder von der kurzen Pfützchenrunde vor dem Schlafengehen bis zur längeren Runde am Nachmittag eine Auswahl. Rund um Wewelsburg gibt es überhaupt Mengen von Strecken zum Wandern, besonders zum Tudorfer Wald hin. Büren haben wir schon etwas erkundet, dort gibt es ein schönes Tal mit Pferdehöfen hinter dem Jesuiten-Kolleg. Salzkotten haben wir ebenso ein erstes Mal besucht, die breite Heder und die Teiche rund um die Salinen haben sie fast so beeindruckt wie die riesigen Wassermengen im Paderquellgebiet. Überhaupt scheint sie sich hier wohlzufühlen, kennt schon viele Wege und Straßen nach wenigen Tagen. Eben ein kluger Hund. Die Wohnung ist nun fertig, nur der Keller muss noch aufgeräumt werden und der ganze Verpackungsmüll entsorgt. Danach werden wir, besser Duna, diese Ecke Nordrhein-Westfalens weiter besichtigen und erforschen.

Die Wewelsburg vor unserer Haustür

Die Wewelsburg vor unserer Haustür

Altes Körbchen, neuer Ort

Altes Körbchen, neuer Ort

Die Teppiche sind wieder da

Die Teppiche sind wieder da

Auch im Schlafzimmer endlich wieder Teppich

Auch im Schlafzimmer endlich wieder Teppich

2021 fängt gut an

2021 fängt gut an

Zum Glück wurde nach Mitternacht hier in Nienhagen eher wenig geböllert. Duna hat es weniger interessiert, sie hat einfach weiter geschlafen. So begann für uns das Jahr 2021 unspektakulär. Andererseits auch wieder nicht. Als wir am Morgen gegen acht unsere Runde vor dem Frühstück machten, war es draußen … absolut still. Kein Hintergrundrauschen von der B3 in der Nähe, kein Auto auf der Dorfstraße, kein Geräusch außer mal hier oder da das Piepen eines Vogels oder das Flattern der Tauben. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt hier, schon im Lake District oder in Snowdonia auf den Bergen. Aber nicht hier in Nienhagen. Selbst Duna schien etwas irritiert, blieb gelegentlich stehen und drehte den Kopf hierhin und dorthin. Sie schien sogar extra vorsichtig über das gefrorene Laub zu gehen, als wenn sie keine Geräusche machen wollte. Erst gegen zehn hörte man wieder das Rauschen von der Schnellstraße und von den Autos im Ort.

Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass die Zeit des Umzuges näher kommt. Morgen eine letzte Gelegenheit für einen Besuch des Marktes in Celle, um noch Honig von Herrn Voigt zu bunkern. Danach zum Futterhaus, um Vorräte an Hundifutter für die Zeit anlegen, bis wir wieder zum Futterhaus nach Paderborn können. Erste Gedanken, wann was eingepackt wird, was als Erstes wieder gebraucht wird. Die Zeit des Wechsels rückt näher, und das immer schneller. Immerhin haben wir heute Nachmittag noch eine Tour von zwei Stunden ab Haustür gemacht und ein paar Wege entdeckt, die auch ich bisher nicht kannte.

Noch mehr Pläne für 2021

Normalerweise ist das Jahresende bei mir auch die Zeit, in der ich erste Pläne schmiede, wohin es in diesem Jahr in Urlaub geht. Schon im letzten Jahr war es nicht ganz einfach, ich habe mich trotzdem für einen weiteren Besuch der Cotswold Hills bei Sue und Gareth entschieden. Und diese Entscheidung war richtig, auch wenn es nur eine Woche vor Ort war. Nicht nur die Lowerfield Farm entfällt nun mit Hund als Unterkunft, im Moment ist noch nicht einmal absehbar, wie die Corona-Lage in England und Wales im Sommer aussieht. Ganz zu schweigen von den Nachwirkungen des Brexits. Zur Zeit braucht man einen Reisepass, um in Großbritannien einzureisen. Es ist aber zu erwarten, dass weitere Abkommen zwischen EU und UK wieder die Einreise mit Personalausweis ermöglichen.

Trotzdem könnte es von Vorteil sein, ausnahmsweise andere Urlaubsziele ins Auge zu fassen. Als da wären: Sachsen, Müritz, Harz, Niederlande oder Nordsee. Am Ende hängt es von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab. Dann mal abwarten und Tee trinken. Zum Glück ist noch genug englischer da.