Duna in der Aller

Duna in der Aller

Bei der wieder drohenden Hitze nach dem Frühstück schnell los, eine für mich altbekannte Strecke, aber für Duna neu. Zudem ergibt sich die Gelegenheit, mal zu sehen, wie sich Duna in der Celler Innenstadt verhält, mit Betrieb und lauten Geräuschen. So führt uns die Tour zuerst durch die Wälder der Allerniederungen, an der Lachte vorbei und zur Pfennigbrücke nach Celle. Duna findet inzwischen immer mehr Spaß an Wasser, zuerst probiert sie die Aller aus, auf dem Rückweg verschwindet sie zur Hälfte in der Lachte. Da beide sehr saubere Gewässer sind, kein Problem. Problem sind eher die anderen Hundebesitzer, die ihre Hunde ohne Leine durch das Naturschutzgebiet laufen lassen. Als ich eine Frau auf einem Fahrrad, deren Hund keifend auf uns zustürmt, auf die Leinenpflicht hinweise, werde ich übelst angepampt. Ihr Hund hätte sehr viel Menschenkenntnis, und im Übrigen würde mich das nichts angehen. Leider sind viele Hundemenschen auch Herrenmenschen. Auf den letzten Metern vor dem Auto finden wir ein totes Kitz mit aufgerissener Seite. Ein Wolf oder Fuchs hätte es nicht so unangetastet gelassen, also muss es ein Hund gewesen sein. Nicht weit von der Stelle ist ein kurzer Waldweg, wo Leute ihren Hund nur kurz fürs Geschäft aus dem Auto lassen, weil sie selbst zu faul sind, ihren Hintern mal zu bewegen.

Duna in der Lachte

Duna in der Lachte

In der Innenstadt macht sich Duna bestens, die Leute und Fahrräder interessieren sie überhaupt nicht, nur in jedes zweite Geschäft möchte sie gerne hinein. Selbst die laute Kehrmaschine ist ihr egal. Am Kleinen Plan machen wir eine Pause, Duna kennt inzwischen Pause und legt sich auf dem Boden ab. Die Leute werden beobachtet, aber es zucken nicht einmal die Ohren. Einem ersten Besuch in einem Restaurant steht demnach nichts entgegen. Da sich Duna bisher nicht zu Häufchen und Pfützchen bereit erklärt hat, fahren wie hinterher noch auf den Hundeplatz. Kaum fünf Minuten später ist beides erledigt und es kommt auch noch ein anderer Hund für eine kleine Toberunde.

Zum Glück wurde der Tag nicht ganz so drückend wie angesagt, aber mein T-Shirt war schon ziemlich feucht. Dieses Mal hat Duna kein bisschen geschwächelt wie am Sonntag. Sie kommt langsam in Form. Das wird ja lustig.

Erstkontakt mit dem schwarz-weißen Monster

Am Nachmittag führt kein Weg drum herum, es muss mal gesaugt werden. Der brummende Staubsauger wird zuerst verbellt, aber sie scheint schnell zu begreifen, dass ich das Monster voll im Griff habe. Danach ist Ruhe. Staubsaugen ab jetzt freigegeben.

Warm und anstrengend heute

Warm und anstrengend heute

Am Montag ist den ganzen Tag die Wohnung sauber geblieben, allerdings bin ich mit Duna auch spätestens alle zwei Stunden draußen gewesen. Auf jeden Fall ein Hoffnungsschimmer. Aber auch die positiven Dinge sollten Erwähnung finden. Duna ist sehr leicht zu führen, ein Fingerzeig in die Richtung oder nach dem Weg und sie geht sofort in die Spur. Sie zieht auch nicht mehr, wobei der Sache entgegenkommt, dass meine Standardgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern zu ihrem Trab passt. Oder wie mein Bruder immer meint: Gehen wir spazieren oder sind wir auf der Flucht? Leuten gegenüber reagiert Duna immer freundlich und offen, manchmal ein wenig zu freundlich, das Anspringen müssen wir noch weglassen. Außer den Pipiflecken auf dem Teppich hat sie keine Schäden angerichtet. Nur meine Stofftiere musste ich in Sicherheit bringen.

Zum ersten Mal auf dem Hundeplatz

Wegen der Wärme machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zum Hundeplatz. Leider ist niemand da, und einem Ball hinterher zu laufen kann sie nichts abgewinnen. Dann eine Runde durch den Nienhorster Wald, eine knappe Stunde. Häufchen und Pfützchen waren schon auf dem Hundeplatz erledigt. Als wir zurück kommen und ich noch eine kleine Pause machen möchte, kommen Leute mit ihren zwei Hunden auf den Platz. Nach dem Verhandeln, was geht und was nicht geht, tobt sie mit dem großen Rüden ziemlich ausgelassen über den großen Hundeplatz. Wenigstens etwas Abwechselung. Danach braucht sie jedoch erst mal eine Auszeit.

Vorplanungen

Nach der Mittagspause noch eine Runde durchs Dorf, aber es ist drückend heiß und wir vertagen die weiteren Ausflüge auf den Abend. Es darf ruhig wieder kühler werden, aber Duna scheint die Wärme nicht sonderlich zu stören. Na ja, wenn man aus Spanien kommt, ist man andere Temperaturen gewohnt. Morgen früh dann zum Rathaus und Duna anmelden. Am Donnerstag erster Termin bei Simone. Die Tage werden sich nun wieder etwas normalisieren, hoffe ich.

Nachtrag

Am späten Abend, wie üblich fünf Minuten vor der finalen Runde, ist wieder ein Minipfützchen auf dem Teppich gelandet. Betrachten wir es als leichten Rückschritt. Immerhin kann man es dann noch spurlos wieder beheben. Dank Dr. Hoffmanns Teppichreiniger in der praktischen Dosierflasche mit dem Applikationsschwamm. Das Häufchen kam dann zum Glück draußen im Park.

Neues Geschirr in grau

Neues Geschirr in grau

Am Vormittag bekommt Duna bei Miezebello ein großes Lob von der Verkäuferin. Duna lässt sich verschiedene Geschirre anlegen, die verstellt werden und wieder ausgezogen. Alles ohne Mucken, ohne Zicken, bis wir ein passendes gefunden haben. Dafür kassiert sie ein paar Leckerlis und die Verkäuferin lobt ihre Gelassenheit. Auch das Einkaufen bei Edeka geht problemlos, ich verriegle das Auto, lasse aber die Heckklappe auf. Kein Gebell, kein Gejaule.

Ich bin dann mal weg

Ein anstrengender Vormittag war das

Ein anstrengender Vormittag war das

Zum ersten Mal haben wir Mittagspause und Duna schläft tatsächlich einige Zeit. Weicht mir aber nicht von der Seite, wechsle ich das Zimmer, kommt Duna mit. Erster Versuch „Ich bin dann mal weg“. 15 Minuten bleibe ich unten vor dem Haus, einmal Bellen und gelegentlich ein Winseln. Dafür werde ich bei meiner Rückkehr begrüßt, als wäre ich sechs Stunden weg gewesen. Am Nachmittag erkunden wir den Nienhäger Wald, dieses Mal zügig, aber ohne Gezerre und Gehetze. Am Auebach geht sie zum ersten Mal ins Wasser, und weil das doch toll ist, mit so viel Wasser, legt sie sich gleich hinein. Hoffentlich hat das der GPS-Tracker überlebt, der ist zwar gegen Spritzwasser geschützt, aber kaum gegen Untertauchen. Im Vergleich zu gestern jedenfalls ein sehr entspannter Rundgang.

Statistik für Hunde

Da kann man sich sogar reinlegen

Da kann man sich sogar reinlegen

Habt Ihr hier viel Wasser

Habt Ihr hier viel Wasser

Am Morgen und am Mittag jeweils Pfützchen und ein Häufchen im Hundepark. Geht also doch. Sie scheint so langsam zu begreifen, dass Wohnung zum Wohnen da ist, und nicht wie der Zwinger ein Platz zum Verschmutzen. Heute Nachmittag hat sie dann schon drei Kommandos parat: Sitz, Halt und Lauf.

Nicht immer, aber immer öfter.

Der Abend gewinnt an Länge

Heute machen wir unsere letzte Runde erst gegen halb zehn. Vielleicht klappt das dann zuverlässiger, weil der Abend nicht mehr so lang ist. Tatsächlich treffen wir auf dem Weg Birgit und Juna. Juna wird nicht angekläfft, sondern eher begutachtet. Was Duna aber gar nicht versteht, ist die Situation, dass ich von diesem für sie fremden Hund so überschwänglich begrüßt werde. Im Vergleich zu Duna ist Juna ein wirklich kleiner Hund. So verschieben sich schnell die Größenordnungen.

Endlich Ruhe

Endlich Ruhe

Am Morgen schon auf den Weg gemacht, am Samstag zwischen fünf und sechs soll Duna mit weiteren 25 Kollegen im Hamburger Franziskus-Tierheim ankommen. Also beschließe ich einen Tag im Tierpark, so dass ich nur noch rüber zum Abholen muss. Aber ich bin ziemlich aufgeregt, so dass ich im Tierpark eher die Zeit tot schlage als sie wirklich zu nutzen. Wenigstens spielt das Wetter mit und es ist für Hamburger Verhältnisse trocken und warm. Um 16:45 wechsele ich rüber zum Tierheim. Der Transporter kommt dann um 18:45.

Ankunft der Gladiatoren

Riesen Theater, Hunde überall. Ich bekomme Duna in die Arme gedrückt, wir gehen zum Abregen noch auf die Hundewiese, danach packe ich sie ins Auto. Noch eine Pinkelpause zwischendurch und es wird fast zehn, bis wir in Nienhagen sind. Die erste Nacht vergeht eher ruhig, sie kringelt sich am Fußende des Bettes zusammen, aber um fünf Uhr morgens ist sie ausgeschlafen. Wir gehen das erste Mal raus, denn Duna ist leider unsauber. Zum Glück hat es nur den billigen Teppich im Arbeitszimmer erwischt. Duna scheint zwischen Wohnung und Draußen nicht unterscheiden zu können, könnte sein, dass sie noch nie in einer Wohnung gelebt hat, sondern nur im Zwinger oder eben im Tierheim. Dunas Gesamtzustand ist gut, gesund, gut genährt, aber eher ungepflegt. Was in einem Tierheim wohl kaum anders geht. Sie ist auch deutlich größer als angenommen, das Geschirr Größe M passt ihr so gerade eben, morgen zu Miezebello und ein größeres holen, denn ohne Geschirr ist sie im Moment kaum zu bändigen.

Die erste Runde in Nienhagen

Auf der ersten Runde am Morgen durch Nienhagen schleift sie mich beinahe durch den Wald, lernt aber erstaunlich schnell das Kommando Halt. Erst auf dem letzten Drittel der Tour geht es etwas entspannter zu. Fremde Hunde werden ruppig angekläfft, auch wenn sie hundert Meter entfernt sind. Im Park, kurz vor Schluss, treffen wir auf den frei laufenden Django, den Dackel aus dem Sandförth. Ich packe Duna ganz kurz am Geschirr, als Django freudig in seiner lockeren Art auf uns zustürmt. Django wieder wird nicht angekläfft, sondern eher entspannt begrüßt. Verstehe einer diese Hunde. Das sieht nach einer ganzen Menge Arbeit aus, was da auf mich zukommt. Unsauber, Leinenführigkeit null, ausgesprochenes Dominanzverhalten. Ich beschließe eine Fortsetzung der Arbeit heute Nachmittag im Wald in Osterloh und Altencelle. Wir müssen in dieser Woche wenigstens einen Stand fürs Büro hinbekommen. Wenigstens ihr Körbchen im Arbeitszimmer hat sie schon akzeptiert, auch wenn sie nur so gerade eben hinein passt.

Die erste Runde in Osterloh

Die Runde um Osterloh wird eher anstrengend, Duna zieht wie Hölle und legt ein atemraubendes Tempo vor. Trotzdem ended der Tag positiv. Auf der Abendrunde hinterlässt Duna im Park zwei Pfützchen und ein Häufchen. Abgesehen von einem Minipfützchen am späten Abend im Wohnzimmer ein gutes Zeichen. Dann morgen mal einen Teppichreiniger besorgen.