Mittwoch, 23. September 2020

Business as usual.

Theorie und Praxis

Schon wieder so ein doofer Bürotag

Schon wieder so ein doofer Bürotag

Natürlich habe ich, wie bei mir üblich, Bücher über Hunde gelesen. Über Ernährung und Erziehung, über Haltung und Pflege. Wie so oft, sind manche Ratschläge das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden, oder so trivial, dass man dazu kein Buch braucht. Jedoch schon diese ersten zehn Tage zeigen, dass jeder Hund ein Einzelfall ist, mit seinen jeweiligen Charaktereigenschaften, Vorlieben und Abneigungen. Ein Hund ist eben auch nur ein Mensch, bei Duna scheinen die Autoren dieser Bücher völlig zu versagen. Kaum eine von den gut gemeinten Anweisungen funktioniert. Manche Dinge dagegen macht sie ohne viel Aufwand. Wenn sie zum Beispiel gut läuft, reicht ein Fingerzeig oder ein Wort und sie biegt ab. An Weggabelungen bleibt sie stehen und schaut mich an, wohin wir jetzt gehen sollen. Das Kommando Sitz lernen mit einem Leckerli in der Hand ist völlig überflüssig, hat man ein Leckerli in der Hand, setzt sie sich immer hin. Sind wir in der Stadt und ich bleibe stehen oder setze mich, legt sie sich von selbst ab. Im Büro
benimmt sie sich vorbildlich.

Ein Hund auf weiter Flur

Ein Hund auf weiter Flur

Dann wieder bricht der Beagle mit seiner Sturheit hemmungslos durch. Gestern lag sie immer wieder in meinem Bett, alles Schimpfen nutzte überhaupt nichts, zwei Minuten später lag sie wieder drin. Wobei sie das Oberbett zurück geschoben hatte, ganz ordentlich. Beim Herumkauen auf ihrer Leine nutzt kein Schimpfen und Anpfeifen, nur ableinen. Dann wieder reicht ein einziges normal gesprochenes Halt an der Ampel und sie steht wie eine Eins. Überhaupt hält sie wohl Schimpfen für eine besondere Form der Zuwendung, das Schwänzchen wackelt heftig. 80% von dem, was ich in den Büchern gelesen habe, funktioniert bei Duna entweder gar nicht oder kontraproduktiv. Juna war dagegen viel pflegeleichter, eventuell, weil sie Kommandos und Anweisungen schon als ganz kleiner Hund gelernt hat. Zum Glück habe ich Simone, mit der ich solche Themen mal ansprechen kann. Ansonsten ist meine Erfahrung, dass man das Geld für Bücher über Hundeerziehung besser in Leckerlis oder Wein investiert. Denn dein Hund ist
garantiert immer anders als die in den schlauen Büchern.

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