Kudde Hygge

Kudde Hygge

Drei Wochen mit Kälte und Schnee liegen hinter uns. Nicht, dass unsere Ausflüge darunter wirklich gelitten hätten, aber die großen Runden haben wir uns erspart. Ging wegen Matsch und Baumschäden in den Wäldern schon nicht. Nun klettert das Thermometer zwar wieder über Null, dafür nerven der dauernde Regen und der Sturm. Wie machen das Beste daraus. Zum Glück mag Duna Regen gar nicht, so dass von ihrer Seite der Bedarf an zurück gelegten Kilometern in diesem Schmuddelwetter nicht ganz so groß ist.

Yorkshire Dales

Yorkshire Dales

Der Januar liegt hinter uns, noch gut vier Monate und unsere Zeit in den Yorkshire Dales naht. Über Twitter haben wir inzwischen reichlich Tourenvorschläge und Ausflugsziele. Doch erst sind Februar bis April zu überstehen. Für den Mai steht noch einmal ein Besuch im Erzgebirge an, im März in Essen und vielleicht wird es bald wieder trocken genug für Teuto und Sauerland.

Jetzt steht erst einmal wieder der Leishmaniose-Status beim Tierarzt an. Aber da sind wir ganz zuversichtlich. Die Werte haben sich über die letzten zwei Jahre ständig verbessert.

Wie viel verstehen Hunde von unserem Leben? Ich fürchte, es ist mehr, als wir ahnen. Heute Mittag saß ich beim Essen, Duna lag langgestreckt in der Küche auf dem Teppich. Wie oft. Alexa spielte schon eine ganze Weile meine persönliche Musiksammlung ab. Bis dann ein Stück kam, dessen Anfang ich als Klingelton auf meinem Smartphone verwende.

Gentle GiantPlaying The Game

Genau als das Stück anlief, hob Duna den Kopf und schaute hinauf zu den Lautsprechern auf dem Küchenschrank. Sie kannte also dieses Geräusch und wusste, dass es eine Bedeutung hat. Jetzt fehlt nur noch, dass sie mir das Telefon bringt oder gleich selbst drangeht.

Winterliches Wewelsburg

Winterliches Wewelsburg

Heute vor genau zwei Jahren sind wir, besser: ich, hier in Wewelsburg angekommen. Duna war ja über Nacht im May Dog in Leiberg, um ihr den ganzen Rummel zu ersparen. Woran ich mich noch deutlich erinnern kann, ist ihr erstes Pfützchen auf dem Wohnzimmerteppich. Es ist der einzige Ausrutscher geblieben, sie hat wohl diese Wohnung nicht sofort als neues Zuhause erkannt. Doch hat sie sich hier schnell eingewöhnt, heute, nach zwei Jahren, kennen wir alle Ecken und Wege, haben unsere Standardrouten. Wie heute die kurze Runde ins Almetal und über den Schürenberg zurück, weil es so stürmte und nieselte. Man kann nicht sagen, dass in dieser Zeit Großes passiert ist, eher, dass wir uns hier eingenistet haben.

Die dicke Hundenase

Die dicke Hundenase

Kennen Nachbarn und die anderen Hunde, schätzen die Ruhe am frühen Morgen und die viele Gegend um uns herum. Hier und dort ein Smalltalk mit anderen HundebesitzerInnen, ein Gruß in die Bäckerei oder gleich zwei Brötchen mitnehmen. Nein, Duna, Ben ist nicht draußen. Der kleine Wuschel, mit dem Duna immer in großer Eintracht vor dem Laden wartet. Max vom Hof Rose, der kleine Mops, den Duna aber ganz toll findet. Mollie, die wilde Kläfferin. Und heute mal nicht in den Burggarten.

So ein Kudde ist doch was Feines

So ein Kudde ist doch was Feines

So entgehen mir oft Veränderungen bei Duna. Zum Beispiel, dass sie immer öfter unterwegs zu mir hinsieht, oder dass sie von selbst auf der Treppe auf das Pfotenputzen wartet, mir die vorderen Pfoten hinhält, ohne dass ich etwas sagen muss. Diese Zeit hier hat uns näher gebracht, wir haben uns immer mehr an einander gewöhnt. Erst jetzt, nach dieser doch langen Zeit, ist ein «Gemeinsam» entstanden. Hat Duna einen wirklichen Platz in meinem Leben eingenommen. Dann mal auf die nächsten Jahre.

Ein Igel ist auch praktisch

Ein Igel ist auch praktisch

Wo immer es uns auch hin treibt.

Duna beim Marktplatz Ehrenamt

Duna beim Marktplatz Ehrenamt

Wäre 2022 auch erledigt. Mit dem wärmsten Jahresende seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Gestern Nachmittag 16 °C, aber sehr stürmisch, nur manchmal ein paar Tropfen Regen. Weshalb wir um Wald erst einmal einen Bogen gemacht haben. Andererseits eine Erholung nach der beißenden Kälte am Anfang Dezember, wenn man jetzt unterwegs auch stehen bleiben kann, ohne gleich einzufrieren. Die Alme führt wieder ordentlich Wasser, zum ersten Mal seit Anfang 2022.

Im Dorf gestern Abend war die Böllerei schon zugange. Eine Truppe Burschen zogen durchs Dorf und machten Lärm, wo immer möglich. Zwischen den Häusern unerträglicher Schallpegel, worauf hin sie aus meinem Wohnzimmer einen Stinkefinger gezeigt bekamen. Immerhin verschwanden sie dann schleunigst. Um Mitternacht dann doch ziemlich heftiger Krach, der zum Glück nicht allzu lange anhielt. Immerhin wenig Müll im Dorf zu sehen und nachdem sich die Böllerei legte, wechselte Duna ins Kudde und es kehrte Ruhe ein. Der Morgen des neuen Jahres ist immer der stillste im ganzen Jahr. Nur ein Mann auf der Salzkottener fegte die Knallerreste seiner Söhne zusammen.

Nun nähert sich wenigstens in der Jahreszahl der nächste Urlaub, weitere Pläne sind im Werden. Wenn es im Frühling wieder wärmer wird. Jetzt erst zu Mitte Januar soll es kälter werden. Morgen dann wieder in den Normalbetrieb. Einkaufen bei Combi. Hefe fehlt.

Winter Lakeland

Winter Lakeland

Geschafft. Wir haben heute den kürzesten Tag des Jahres gehabt, ab nun werden die Tage wieder länger. Nach den frostigen Tagen sprang das Thermometer am Montag wieder auf 4 Grad, am Dienstag sogar auf 11 Grad. Ruckzuck war der Schnee verschwunden, die Kälteperiode wieder vom zu Weihnachten üblichen Schmuddelwetter abgelöst. Schon länger geht der Blick regelmäßig hinüber, auch Lake District und Yorkshire Dales hatten reichlich Schnee, der dann bei der schnellen Schmelze für überflutete Straßen und übertretende Flüsse führte.

Heute Morgen meinte Duna um halb sieben, ich könnte doch jetzt mal langsam aufstehen. Da ich nie weiß, was nun so vor hat, bin ich also aufgestanden. Kein Durchfall, keinen Druck auf der Blase, sie war wohl einfach ausgeschlafen und hatte Langeweile. Nun geht es stramm auf Weihnachten zu, morgen noch einmal zu Windmann und letzte Einkäufe erledigen. Da meine Mutter nach ihrem Sturz von der Leiter und positivem Corona-Test am Montag erst morgen aus dem Krankenhaus kommt, obliegt die Vorbereitung des Weihnachtsessens Julia und mir. Eher mir. Am Freitag ein Süppchen und Salat für den Heiligabend vorbereiten, Kuchen und Muffins für den Kaffee, Brot und Stuten fürs Frühstück, am ersten Feiertag mittags zu Stöckmanns.

Trotz des miesen Wetters machen wir unsere Runden. Zwar selten länger als 90 Minuten, aber Duna scheint so weit zufrieden zu sein. Hauptsache, sie kann ausgiebig schnüffeln. Die Müllfresserei geht tatsächlich etwas zurück. Auch geht sie immer disziplinierter an der Leine, kaum noch diese Ausbrüche.

Ich glaube, wir träumen beide regelmäßig von den Touren im Lake District. Nur noch fünf Monate bis zu den Yorkshire Dales, eventuell im April noch einmal ins Erzgebirge, dann aber ins Parkschlösschen in Lichtenstein.  Ich sollte noch einmal in mich gehen, Tish's Hund darf auch einfach herum laufen, wie er will. Aber das ist ja auch England.

Seit dem letzten Montag hat uns der Winter voll im Griff. Am Sonntag war es zwar kalt, aber trocken. Am Montagmorgen lagen dann schon gut zehn Zentimeter Schnee, die sich zum Nachmittag hin nach ausgiebigen Niederschlägen auf 25 oder sogar 30 Zentimeter ansammelten. Duna findet Schnee toll, auf der Nachmittagsrunde pflügte sie über die Wiesen und verschwand teilweise bis zur Schnauze in dem kalten Weiß. Seit Freitag nun Dauerfrost, auch wenn der Schnee am Dienstag zum Teil wieder abgeschmolzen ist, am Mittwoch jedoch neuer dazu kam.

Duna sollte zu Weihnachten ein neues Bettchen bekommen. Das alte war ja noch aus den Anfangstagen in Nienhagen, etwas klein und Duna mochte den Bezug nie so richtig. Da das erwählte Kudde-Bett mit 14 Tagen Lieferzeit angegeben wurde, haben wir es schon in der letzten Woche bestellt. Überraschend traf es nun schon gestern ein. Duna findet es ganz toll, endlich kann sie sich ganz ausstrecken. Nun brauchen wir jedoch noch ein kleines Geschenk für Weihnachten. Das alte Hundibettchen geht dann mit nach Essen und bleibt da. Spart die acht Euro Gebühren auf der Alten Schanze und wir haben bei den eher seltenen Besuchen in Essen schon eine Schlafgelegenheit dort.

Am ersten Weihnachtstag geht es dann am Mittag ausnahmsweise zu Stöckmanns. Man gönnt sich ja sonst nichts.