Zu Besuch in der Riekenbank

Zu Besuch in der Riekenbank

Ist es tatsächlich schon länger wieder April? Das Wetter passt, es regnet vor sich hin und Besserung ist erst für Dienstag in Aussicht. Ansonsten hat sich der Trend zur Vereinfachung fortgesetzt, wir konzentrieren uns auf einige übliche Runden, fahren gelegentlich mal nach Essen oder nach Salzkotten, oder nach Paderborn zum Einkaufen. Ansonsten mag Duna am liebsten vertraute Wege. Die beiden kleinen Runden am Abend durch den Burgwall und die Lange Straße entlang, die größeren Runden über Rhön und Alten Postweg ins Almetal. Es ist einfach noch nicht das richtige Wetter für größere Runden und Ausflüge. Also noch etwas abwarten.

Es war, oder ist, ein langer Winter in diesem Jahr. Zum Glück ist inzwischen die Wohnung komplett fertig, nur noch zwei Teppiche fehlen, um Schlafzimmer und Studio etwas wohnlicher zu machen. Erster Besuch war hier, Julia, Ferdi, Daniel und Nicole. Daniel und Nicole kommen im Juni zurück nach Paderborn in die Riemekestraße. Studienkreis ist wegen der chaotischen Organisation bei denen aufgegeben, eine Agentur in Norderstedt sucht einen Texter, eine andere Nachhilfeschule hat sich gemeldet. Mal sehen, was sich nun ergibt.

Nur ein halbes Jahr

Hunde-Yoga

Hunde-Yoga

Als wir in der letzten Woche, da noch kühler, aber wenigstens trocken, mal wieder durch das Almetal zogen, die Gedanken so durch die Gegend schweifend, wurde mir bewusst, dass Duna nun ein gutes halbes Jahr bei mir weilt. Mir wurde auch deutlich, wie viel sich verändert hat, bei mir, bei Duna und überhaupt. Aus dem kaum zu bändigenden Hundemonster aus dem September 2020 ist ein lieber, umgänglicher und im Rahmen der Lage gehorsamer Hund geworden. Rituale schleifen sich ein. Die letzten zehn Minuten vor dem Aufstehen kommt sie ins Bett, schlabbert mich ab und legt sich noch etwas neben mich. Mache ich mich langsam bettfertig, legt sie sich schon mal in ihr Bettchen. Wenn wir ins Haus kommen und ich sie ableine, bleibt sie unten vor der Haustür sitzen. Bis ich „Duna, hier!“ rufe und sie die Treppe hoch stürmt und sich ihr Leckerli abholt. In der Regel eine halbe Stunde zu früh kommt sie am Abend zu mir an den Schreibtisch, springt mit den Vorderpfoten auf meinen Arm und weist mich auf das angeblich nun fällige Abendessen hin. An Vokabular sind die Begriffe Futter, Leckerli und Steh hinzu gekommen. Sie schleppt ihr Spielzeug an und macht klar, dass sie nun etwas toben möchte. Durchfall hat sie seit Wochen keinen mehr gehabt, wir haben jetzt einen festen Plan an Futter und Leckerlis, alles ohne Rind und ohne Phosphate. An dieser Stelle keine Experimente mehr, außer dass ich gelernt habe, dass Duna Lamm verträgt. Genauso wie Fisch und Geflügel. Häufchen und Pfützchen kommen zu nahezu festen Zeit auf den Morgen-, Vormittags- und Abendrunden. Außer in Essen, da befeuchtet sie ganz gerne den Teppich im Wohnzimmer. Weiß der Deibel, warum. Nach gut sechs Monaten sind wir nun langsam da, wo ich schon im September des letzten Jahres gerne sein wollte. Ignorierend, dass Duna eben kein als Welpe erzogener Hund ist, sondern ein ehemaliger Straßenköter. Ich war da wohl etwas naiv, jedenfalls als heutige Erkenntnis.

Nachschub

Nachschub

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Duna nicht ausgelastet ist, gerade bei diesem schlechten Wetter. Wir sind doch relativ viel im Haus. Zwar liegt sie meistens auf ihrem Sofa oder in ihren diversen Körbchen, sie macht auch nichts kaputt oder nervt. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein, es sei ihr langweilig und in Wirklichkeit genießt sie die Zuwendung und Gesellschaft, das regelmäßige Futter und das Kämmen und Bürsten. Sie hat nämlich Fellwechsel und haart im Moment ziemlich. Am letzten Montag, dem Ostermontag, waren wir bei Christel, sie hat mir gezeigt, wie man trimmt und wie man das Unterfell heraus bekommt. Sie hat mir dazu noch ein Trimmmesser und einen Rechen für das Unterfell mitgegeben. Am 24. haben wir einen ersten Termin in Bad Lippspringe bei einer Hunde-Trainerin. Was noch dringend fehlt ist eben der Rückruf, der funktioniert gar nicht, wenn sie mit irgendetwas beschäftigt ist.

Wir hoffen auf besseres Wetter, der Frühling darf jetzt mal langsam kommen.

 

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